APEMH

40 Jahre Hand in Hand - Wer, was, wann, wo?

Die A.P.E.M.H. („Association des Parents d’Enfants Mentalement Handicapés“) wurde im Dezember 1967 in Esch-Alzette von Eltern geistig behinderter Kinder gegründet; als Elternvereinigung und Interessenvertretung.

Wunsch und Ziel dieser Eltern war es, Strukturen zu schaffen, die es damals nirgendwo im Land gab und die geistig behinderte Menschen eine Art familienähnliches Zuhause bieten können.

5 Jahre nach Gründung der Vereinigung konnte im Januar 1973 auf Nossbierg in Esch das erste Heim eingeweiht werden, 16 sind es heute in ganz Luxemburg, 150 Menschen sind dort untergebracht.

Hinzu kommen 6 Wohnungen in denen betreutes Wohnen möglich ist und eine Vielzahl an Wohnungen in denen geistig Behinderte autonom leben. 40 Männer und Frauen nutzen dieses Angebot.

60 bis 70 Leute werden zudem zeitweise, für einigen Wochen im Jahr, beispielsweise in der Ferienzeit, aufgenommen.

Ausserdem werden 70 Menschen im A.P.E.M.H-Kinderhort oder in Tagesstrukturen für ältere Behinderte betreut.

Immer stärker ins Gewicht fällt dann die Betreuung von Familien mit geistig behinderten Kindern ausserhalb. 50 Familien sind es mittlerweile. 

Das „Domaine du Château“ in Bettingen-Mess ist seit 1996 Sitz der A.P.E.M.H.

Werkstätten der Vereinigung wie die Schreinerei, die Gärtnerei mit den großen Gewächshäusern sowie die Tierfarm und die Metzgerei sind bereits ab 1987 dort untergebracht.

Neben dem „Domaine du Château“ gibt es zwei weitere Ausbildungs- und Arbeitsstrukturen, der Märchenpark in Bettemburg und seit 2006 der „Parc Hosingen“ im Norden des Landes.

Ziel dieser geschützten Werkstätten ist es, Jugendliche und Erwachsene mit verschiedenen Graden geistiger Behinderung durch berufliche Aus- und Weiterbildung in die Arbeitswelt einzugliedern. In den Werkstätten werden 240 geistig behinderte Menschen beschäftigt. 

Alles in allem hat die A.P.E.M.H. an die 300 Mitarbeiter, Verwaltungs-, technisches, pädagogisches, therapeutisches und medizinisches Personal.

Nach 40 Jahren

Bezüglich der Integration der Behinderten und der Normalität der Gesellschaft im Umgang mit ihnen hat sich seit 1967 sehr viel positives getan.

Ziele, welche die Gründereltern sich gesetzt hatten, wurde größtenteils erreicht. Es bestehen viele verschiedene Arbeits-, Wohn- und Freizeitstrukturen, um den unterschiedlichsten Bedürfnissen und Ansprüchen der jüngeren bis hin zu den älteren geistig behinderten Mitmenschen praktisch ein Leben lang individuell entgegenkommen zu können.

Heute können technische und pädagogische Mittel eingesetzt werden, auf die man vor 30-40 Jahren nicht zurückgreifen konnte.

Zu einem besonderen Aushängeschild der Vereinigung hat sich der „Buttéck“ in Bettingen-Mess entwickelt. Im Laden mit Produkten aus sämtlichen Aktivitäten der A.P.E.M.H. sind übrigens auch die „Saprovo“-Eier aus der hauseigenen Hühnerhaltung erhältlich oder je nach Saison Blumen und Pflanzen aus der Gärtnerei.

Ein variationsreiches Angebot, zahlreiche Parkplätze und eine bequeme Anfahrt machen aus ihm ein Geschäft, das sich im Dorf wie außerhalb großer Beliebtheit erfreut.

Von montags bis samstags ist er der ideale Ort, um die A.P.E.M.H. kennen zu lernen.

Möglich ist das aber auch zweimal im Jahr (erste Mai- beziehungsweise erste Dezemberwoche, jeweils am Freitag) beim Tag der offenen Tür in den Werkstätten.

Mit den Strukturen in „Parc Hosingen“ konnte im vergangenen Jahr die Lücke im Norden des Landes geschlossen werden.

In der Küche der Einrichtung können pro Tag um die 500 Mahlzeiten zubereitet werden. Die Kantine der Primärschule in Hosingen, der „Repas sur Roues“-Dienst der Gemeinde sowie das Heim „Um aale Gaart“ in Consthum sind bereits Stammkunden.

Die Wäscherei im „Parc Hosingen“ ist so eingerichtet, dass 300 Kg Wäsche am Tag gewaschen, getrocknet und gebügelt werden können. Zudem gibt es eine Gärtnerei, die von montags bis freitags geöffnet hat und eine Schreinerei sowie Schlosserei, wo auf Bestellung gearbeitet wird.

Zukunft?

Worauf es in Zukunft besonders ankommt, sind Wohnstrukturen und Pflegeleistungen für ältere Behinderte. Das gilt zum einen für diejenigen, die bereits in der A.P.E.M.H. sind und zum anderen für jene, die aufgrund ihres Alters nicht mehr zu Hause bei den Eltern bleiben oder nicht mehr für sich alleine sorgen können.

Dann gibt es ein spezifisches Problem von Menschen mit geistig Behinderung, die noch in autonomen Wohnungen leben, denen ab dem Rentenalter aber eine neue Beschäftigung angeboten werden muss, wobei wichtig ist, dass dies nicht auf Kosten der Autonomie geht. 

Auch der Bedarf an beruflicher Weiterbildung ist groß.

In den nächsten Jahren werden an die 100 Jugendliche aus den „Ediff“-Strukturen kommen, die wohl nicht mehr schulpflichtig sind, die aber noch eine Ausbildung benötigen bevor sie in einer der A.P.E.M.H.-Werkstätten arbeiten können.

Hier gilt es einerseits Ausbildungsstrukturen zu schaffen und sich andererseits bereits Gedanken zu machen in welchen Bereichen sie später Arbeit finden können.

Vieles wurde erreicht, vieles aber muss täglich erarbeitet werden, um es zu bewahren, so die Verantwortlichen der A.P.E.M.H. Öffentlichkeitsarbeit wird demzufolge eine der Prioritäten bleiben, um Betroffene wie Interessierte noch besser über die Aktivitäten der Vereinigung informieren zu können.

 

Weitere informationen finden Sie unter : www.apemh.lu

 

Kontakt

APEMH S.C.
Ateliers Parc Hosingen
10, Parc
L-9836 Hosingen
oder
B.P. 13
L-9801 Hosingen


Cuisine
Tel.: 26 90 40 50 
Fax: 26 90 40 55


Jardinage
Tel.: 26 90 40 40
Fax: 26 90 40 45


Menuiserie
Tel.: 26 90 40 70
Fax: 26 90 40 75


Sous-traitance
Tel.: 26 90 40 60
Fax: 26 90 40 65